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Alternative Energien
In der wissenschaftlichen Diskussion besteht heute Einvernehmen darüber, dass die Zunahme der Treibhausgasemissionen globale Temperaturerhöhungen und gravierende Klimaveränderungen verursacht. Forschungen haben gezeigt, dass die Jahresmitteltemperatur seit 1860 um 0,6 Grad Celsius gestiegen ist. Als eine wesentliche Ursache gilt die Freisetzung von Kohlendioxid (CO2) bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe. Deshalb muss die Reduzierung der CO2-Emissionen Ziel aller Bemühungen sein. Es zählt jedes eingesparte Kilogramm CO2!

Vor diesem Hintergrund und im Angesicht von immer knapper und teurer werdenden Energieressourcen sind Alternativen zur herkömmlichen Energiegewinnung wichtiger denn je.

Spätestens mit dem Streit zwischen Russland und der Ukraine zum Jahreswechsel 2005/2006 um Gaslieferungen ist jedem klargeworden, wie abhängig Europa von Energielieferungen aus der restlichen Welt ist :
Der russische Staatskonzern GASPROM liefert rund die Hälfte des in der EU verbrauchten Erdgases. 80% dieser Gasmenge wird über Pipelines via Ukraine in den Westen geleitet. GASPROM hatte die Lieferungen an die Ukraine gestoppt, nachdem Kiew eine Anhebung des Preises abgelehnt hatte. Dieser sollte von 50 US$ auf 230 US$ je 1000 m³ Erdgas und damit auf Weltmarktniveau steigen. Die Reduzierung der Liefermenge war bei Versorgern in weiten Teilen Europas spürbar. In mehreren Ländern kamen bis zu 40% weniger Erdgas als vertraglich vereinbart. Betroffen waren u.a. Frankreich, Italien, Österreich, Polen, Slowakei, Ungarn, Serbien-Montenegro, Bosnien und Deutschland. Laut Eon-Ruhrgas machte der Ausfall gut 25% der russischen Lieferungen aus.

Jedoch nicht nur die Liefersicherheit, sondern vor allem auch der Preis von Gas, Öl und Strom dürfte das Interesse an Alternativen stark ansteigen lassen. Heizöl war im Januar 2006 um 31% teurer als ein Jahr zuvor und um 63% teurer als zwei Jahre zuvor. Immer mehr Kunden sind mittlerweile überzeugt davon, dass das Preisniveau dauerhaft hoch bleiben wird. Deutschland muss 96 % seines Mineralöls und 83% seines Erdgases importieren. Und die größten Vorkommen befinden sich in Krisenregionen: 62% der Erdölreserven liegen im Nahen Osten (vor allem Saudi Arabien, Irak und Iran), von den Erdgasreserven liegen 41% im Nahen Osten und 32% in den GUS - Staaten, vor allem Russland. Der oben schon angesprochene russisch - ukrainische Gaskonflikt und die ständige Krisenstimmung im Nahen Osten machen deutlich, auf welch labilen Fundament unsere konventionelle Energieversorgung steht. War die Energiediskussion über viele Jahre auf die Stromerzeugung und die Auseinandersetzung um die Atomkraft fixiert, wurde im letzten Jahr klar, dass auch die Versorgung mit Treibstoff und Wärme auf Basis von Öl und Gas weder dauerhaft noch billig sein wird!

Daher gilt besonders auch für Vermieter: Da die Heizkosten einen großen Teil der Nebenkosten ausmachen, lohnt es sich, in Energieeinsparung zu investieren. Potentielle Mieter werden sicherlich Wohnungen mit niedrigen Nebenkosten vorziehen!

In der Heizungstechnik kommen als Energieträger vor allem Biomasse, Solarenergie und Umweltwärme in Betracht. 
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Welches System das Beste für Ihr Vorhaben ist, kann leider nicht pauschal beantwortet werden. So ist bei der Verfeuerung von Biomasse ein recht hoher Platzbedarf für die Lagerung notwendig, bei solarer Wärmegewinnung eine möglichst südliche Ausrichtung mit entsprechend großer und geneigter Dachfläche und Puffermöglichkeit der tagsüber gewonnen Energie, bei der Gewinnung von Umweltwärme wiederum ist die Auswahl der Wärmequelle und der Bezugspreis der Hilfsenergie (i.d.R. Strom) von entscheidender Bedeutung. 

Meist ist eine Kombination verschiedener Wärmeerzeuger sinnvoll. So kann z.B. im Einfamilienhaus eine Solaranlage in der Übergangszeit und Sommer die Heizung und Warmwasserbreitung übernehmen, im Winter dann ein Festbrennstoffkessel. In etwas größeren Objekten (Mehrfamilienhaus) kann eine Wärmepumpe mit einem vorhandenen Gas- oder Ölkessel kombiniert werden. Dieser übernimmt dann nur noch die Spitzenlast, während die Wärmepumpe die Grundlast abdeckt, denn : statistisch ergeben sich weniger als 10 Tage im Jahr mit einer Außentemperaturen von unter -5 °C. Wenn die Wärmepumpe bis zu dieser Grenztemperatur die alleinige Wärmeversorgung übernimmt, ergibt sich daraus ein Deckungsanteil von 98 % durch die Wärmepumpe!

So kann speziell für jeden Einzelfall eine sinnvolle Alternative gefunden werden. Daher ist eine eingehende Beratung und ein sorgfältiges Abwägen - auch unter Beachtung des Kosten-/Nutzenverhältnisses - unumgänglich.

Diese Entscheidung beeinflusst Ihre Heizkosten für viele Jahre!

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